- Eine interkulturelle Orientierung muss sich als Querschnittsaufgabe durch das ganze Unternehmen ziehen. Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen benötigt gegenseitige Anerkennung ebenso wie die Auseinandersetzung mit der eigenen und der fremden Kultur. Dies erfolgt nicht automatisch, sondern muss als bewusster Prozess immer wieder initiiert werden (z.B. interkulturelle Feste und Begegnungen, das bessere Kennen lernen der verschiedenen Kulturen in den Arbeitsbereichen und Kursen u.ä.). Kulturelle Vielfalt soll im Alltag gelebt werden können.
Leitlinien zur interkulturellen Öffnung im Frauenunternehmen ZORA gGmbH
- Zum einen werden gezielte Angebote für Migrantinnen durchgeführt, bei denen die speziellen Bedürfnisse wie z.B. der Spracherwerb im Vordergrund stehen. Zum anderen braucht es die aktive Zusammenführung der Kulturen, um einer Zersplitterung von Kleingruppen entgegenzuwirken (u.a. durch interkulturelles Kompetenztraining in den Bildungsangeboten).
- Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH versteht sich als Trägerin für Maßnahmen für alle sozial- und bildungsbenachteiligten Frauen, unabhängig ihrer Herkunft, ihres Alters, ihrer Religion oder ihrer Vorerfahrungen. Es soll allen ermöglicht werden, am gesellschaftlichen wie sozialen Leben teilzuhaben.
- Insgesamt gilt es, Chancengleichheit zu verbessern, Handlungsfähigkeit zu stärken, Partizipation zu ermöglichen und Selbsthilfepotenziale zu fördern und auszubauen.
- Im Vordergrund steht hierbei (durch Sprachtraining in Unterrichtsform, aber auch direkt am Arbeitsplatz) der Spracherwerb bzw. die Verbesserung der deutschen Sprache. Dies dient dazu, sich im Alltag (z.B. bei Ämtern) besser verständigen zu können, aber auch die Chance, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Arbeitsplatz zu finden, zu erhöhen.
- Wichtig und notwendig ist es auch, bei den Kostenträgern die Sensibilität für die spezielle Zielgruppe der bildungs- und sozialbenachteiligten Migrantinnen zu erhalten, damit differenzierte Angebote gemacht werden können, die auf die jeweilige Lebenslagen zugeschnitten sind.
- Interkulturelle Kompetenz muss als Schlüsselkompetenz für die Fachfrauen der ZORA gGmbH angesehen werden. Durch regelmäßig stattfindende Fortbildungen, aber auch durch interne Qualitätszirkel, kollegiale Beratung, die aktive Teilnahme an Arbeitskreisen wie auch die Bildung von Netzwerken wird Wissen ständig erweitert, Verhalten reflektiert und Weiterentwicklung vorangetrieben, um bei interkulturellen wie auch migrationspezifi schen Themenfeldern verstehen und kompetent handeln zu können.