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Unsere Vision - die Zukunft, die wir mitgestalten möchten
Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH bietet zukunftsweisende Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote für Frauen. Diese werden weiterentwickelt und durch neue Angebote ergänzt. Wir möchten erwerblosen chancenarmen Frauen berufliche und persönliche Perspektiven eröffnen und ihnen neue Chancen und Möglichkeiten ebenso wie neue Handlungsspielräume aufzeigen. Wir wollen ermöglichen, dass Frauen ihr Leben selbstbestimmt und unabhängig in die Hand nehmen können. Missstände, die zur Ausgrenzung und Abwertung von Frauen führen und die ihre berufliche und persönliche Lebensführung ein- schränken, sollen aufgezeigt und Wege gefunden werden, die zur Verbesserung der Lebenssituation von Frauen führen. Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH will Vereinzelung aufheben und soziale Integration und Teilhabe ermöglichen. Frauen aus verschiedenen gesellschaft- lichen Gruppen und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sollen die Möglichkeit erhalten, sich kennen zu lernen und ein konstruktives Miteinander gemeinsam zu gestalten. Dadurch möchten wir eine Grundhaltung fördern, die über das Unternehmen hinaus zu einem respektvollen Umgang miteinander führt. Wir möchten als Unternehmen nicht nur soziale, sondern auch ökologische Verantwortung übernehmen, um die Umwelt so zu erhalten und zu entwickeln, dass heutige und kommende Generationen gut in ihr leben können. Bei allen Mitarbeiterinnen soll ein Bewusstsein für den schonenden Umgang mit den Ressourcen der Umwelt geschaffen werden, denn jeder noch so kleine Beitrag dient dem Schutz und damit dem Erhalt der Umwelt und einer tragfähigen Zukunft. Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH will mit seinen Angeboten weiterhin ein fester Bestandteil des Stuttgarter Hilfesystems sein. Wir treten dafür ein, dass die Förderung chancenarmer Frauen zur grundlegenden und selbstver- ständlichen Aufgabe der Gesellschaft wird und dass hierfür Bedingungen geschaffen werden, die eine innovative und kreative Angebotsgestaltung ermöglichen. Unser Beitrag für die Gesellschaft Unsere Arbeit ermöglicht soziale Teilhabe und trägt zur sozialen Gerechtigkeit bei. Durch unsere frauenfördernden Angebote leisten wir einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern im beruflichen und persönlichen Kontext. Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH unterstützt das Gemeinwohl der Stadt in der Form, dass Waren- und Dienstleistungsangebote insbesondere für chancenarme Menschen bereit gestellt und kontinuierlich ausgebaut werden. In unseren Sozialkaufhäusern verkaufen wir hauptsächlich Waren aus zweiter Hand. Mit diesem Recyclingsystem leisten wir einen Beitrag gegen die "Wegwerfmentalität" und damit auch für den Umweltschutz. Durch die Förderung des Respekts für andere Menschen in aller Unterschiedlichkeit leistet das Frauenunternehmen ZORA gGmbH einen wichtigen Beitrag für ein konstruktives gesellschaftliches Miteinander und ein funktionierendes Gemeinwesen. Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Entlastung sozialer Sicherungs- und Hilfesysteme, indem Frauen die Möglichkeit haben zu lernen, ihr Leben und die Lösung von Problemen aktiv in die Hand zu nehmen und für sich selbst Sorge zu tragen. Unsere Aufgaben Frauenspezifische berufliche Angebote Zu unseren Aufgaben gehört, frauenspezifische berufliche Angebote durch- zuführen, weiterzuentwickeln und neu aufzubauen. Es werden zum einen Beschäftigungsangebote vorgehalten und aufgebaut, in denen an den individuellen Eignungen, Neigungen und Zielsetzungen angeknüpft wird, um den Frauen weitere berufliche Perspektiven zu eröffnen. Zum anderen werden Qualifizierungsangebote durchgeführt und entwickelt, in denen fachliche und soziale Qualifikationen vermittelt werden. Vor allem für junge Frauen werden darüber hinaus spezielle Angebote durchgeführt, die auf einen Ausbildungs- abschluss hinführen. Alle Angebote setzen an den Kompetenzen der Frauen an und orientieren sich gleichzeitig an Interessen und Anforderungen von Betrieben. Frauenspezifisch bedeutet, die Frauen als ganzheitliche und autonome Persönlichkeiten zu begreifen mit ihren Stärken und Fähigkeiten, die sie für sich selbst nutzen können. Frauenspezifische Angebote haben sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Verbesserung der Lebenssituation im Blick. Frauenspezifisch bedeutet darüber hinaus, einen Rahmen zu bieten, in dem Frauen geschützt und ohne die Wiederholung von Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen ihre Persönlichkeit entfalten und weiterentwickeln können, um darauf aufbauend ihr Leben selbstbestimmt zu planen und zu führen. Hilfe zur Selbsthilfe Eine Aufgabe des Frauenunternehmens ZORA gGmbH besteht darin, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Hierfür werden Angebote durchgeführt, die die Förderung und den Ausbau von Fähigkeiten und Stärken beinhalten und die zur Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit beitragen. Dadurch werden die Frauen darin unterstützt, Eigenmotivation und Eigeninitiative zu entwickeln und sich selbst zu befähigen, ihr Leben selbstständig in die Hand zu nehmen. Soziale Unterstützung Gleichzeitig gehört es zu unserer Aufgabe, die Frauen bei der Lösung ihrer individuellen und sozialen Probleme zu unterstützen, um so eine Basis für die persönliche Weiterentwicklung und für aufbauende berufliche Planungen zu schaffen. Auch hier fließt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe mit ein, das heißt, dass die Frauen Schritt für Schritt selbstständig Angebote des Hilfesystems in Anspruch nehmen und für sich Problemlösungen erarbeiten. Lebenslanges Lernen Eine weitere Aufgabe sehen wir darin, Impulse für lebenslanges Lernen zu geben. Lernen bezieht sich dabei nicht nur auf schulische oder berufliche Kenntnisse, sondern auch darauf, sich Neuem zu öffnen und den eigenen Blickwinkel kontinuierlich zu erweitern, um so neue Chancen, die sich im Leben bieten, ergreifen zu können. Vernetzung und Kooperation Unsere Aufgabe richtet sich nicht nur nach innen, sondern auch nach außen, das heißt an die Öffentlichkeit in Form von Kostenträgern und Kooperations- partnerinnen und -partnern aus Wirtschaft, Politik und aus sozialen und Bildungseinrichtungen. Dadurch fließen einerseits aktuelle Entwicklungen und Interessenslagen in die Angebotsgestaltung mit ein; andererseits können die Interessen der Frauen über das Unternehmen hinaus vertreten werden. Zudem werden Synergieeffekte dadurch geschaffen, dass Kompetenzen und Ressourcen in Form von Kooperationsangeboten optimal gebündelt und genutzt werden. Unsere Qualität Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH versteht sich als lernende Organisation, in der fundierte fachliche, methodische und soziale Kompetenzen, Professionali- tät und Reflexionsfähigkeit den Kern bilden. Daraus leitet sich die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Angebote ab sowie die ständige Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen. Die ZORA gGmbH belegt ihre Qualität unter anderem dadurch, dass sie nach ISO 9001:2000 zertifiziert ist. Qualität umfasst für uns |
| · | Zufriedenheit aller Kundinnen und Kunden unseres Unternehmens hinsichtlich der Qualität und
Quantität unserer Angebote
Das heißt für uns KundInnenorientierung, kontinuierliche Aktualisierung und Weiterentwicklung von methodisch-didaktischen Ansätzen, Vielfalt der Angebotsstruktur, Berücksichtigung der Heterogenität der Frauen sowie die professionelle Umsetzung des frauenspezifischen Ansatzes. |
| · | Flexibilität und Innovation Das heißt für uns, dass wir uns schnell auf neue Anforderungen einstellen und unsere Kompetenzen erweitern, um neue Angebote entwickeln und durchführen zu können. |
| · | Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit Das heißt für uns, mit Partnerinnen und Partnern aus verschiedenen Gruppierungen offen und kooperativ zusammenzuarbeiten und das Unternehmen in der Fachöffentlichkeit zu präsentieren. |
| · | Transparente Strukturen Das heißt für uns, dass Funktionen und Aufgabenbereiche für alle Beteiligten klar definiert sind und Informationen aktuell und vollständig ausgetauscht werden. Die Standardisierung von Abläufen und eine einheitliche Dokumentation ermöglichen effizient und effektiv die Konzentration auf das Wesentliche unserer Arbeit. |
| · | Teilnehmerinnen-Orientierung Das heißt für uns Zufriedenheit und aktive Mitarbeit der Teilnehmerinnen, gegenseitige Wertschätzung und interkulturelles Miteinander, was sich widerspiegelt in einer hohen Anwesenheitsquote sowie messbaren Fortschritten und Erfolgen. |
| · | Motivierte Mitarbeiterinnen Das heißt für uns, dass wir engagiert sind in der Arbeit und den Willen haben, etwas zu bewegen, dass wir Spaß an der Arbeit haben, Ideen einbringen und den Sinn unserer Tätigkeit erkennen. Wir meistern unsere Arbeit mit Humor, Optimismus und gegenseitiger Anerkennung. Konstruktive kritische Auseinandersetzungen sind für uns ein Mittel, unsere Zusammenarbeit laufend zu entwickeln und zu verbessern. |
| · | Gutes Betriebsklima Das heißt für uns, dass alle Frauen im Unternehmen kollegial zusammenarbeiten und sich auch in Krisenphasen gegenseitig Respekt entgegen bringen. Das Klima ist geprägt durch eine positive Atmosphäre, in der jede einzelne wahr genommen und gehört wird. |
| · | Optimaler Einsatz vorhandener Mittel Das heißt für uns, alle Mittel und Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, so zu verwenden, dass wir unsere Aufgaben bestmöglich erfüllen und den Teilnehmerinnen qualitativ hochwertige Angebote unterbreiten können. |
| Für uns heißt Qualität auch, ein Unternehmen zu sein, das lebendig, bunt und offen ist. |
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Zielgruppe und Ziele des Frauenunternehmen ZORA gGmbH
Zielgruppe unserer Angebote sind chancenarme Mädchen und Frauen aller Nationalitäten in Stuttgart, die auf Grund ihrer sozialen Benachteiligung über nicht ausreichende schulische und/ oder berufliche Bildung verfügen und infolgedessen langzeiterwerbslos sind. Die Lebenssituation der Mädchen und Frauen ist gekennzeichnet durch zahlreiche Faktoren, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren. Diese sind psychische und physische Erkrankungen und Einschränkungen, Sucht- und Schuldenproblematik, Gewalterfahrungen, Wohnraumprobleme, mangelnde Sprachkenntnisse, Status als allein Erziehende u.v.m. Mit unserer Arbeit verfolgen wir insbesondere zwei Ziele: Zum einen sollen berufliche Perspektiven und Einstiegsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnet werden, zum anderen soll durch soziale u nd individuelle Stabilisierung der Lebenssituation eine nachhaltige gesellschaftliche Integration erreicht werden. Damit soll ein aktiver Beitrag zum Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern geleistet werden, die auch und gerade im Lebensfeld "Erwerbsarbeit und Beruf" ausgebaut werden muss, wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Gesellschaftliche Benachteiligungen von Mädchen und Frau-en sind nach wie vor nicht beseitigt - Benachteiligungen bei Berufsausbildung und Berufswahl-spektrum, Chancen auf dem Arbeitsmarkt, bei der Verteilung auf Berufsbereiche, beim Lohnniveau, hinsichtlich der Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf sowie durch alltägliche Sexismen und Gewalterfahrungen. Als grundlegend für eine tatsächliche Gleichstellungspolitik gilt die so genannte "Doppelstrategie", das heißt das Zusammenwirken spezifischer Mädchen- und Frauenpolitik mit dem Gender Mainstreaming als zwei sich notwendig ergänzende Strategien zur Erreichung der Gleichstellung der Geschlechter: Beide Strategien sind zur Zielerreichung notwendig und ergänzen sich gegenseitig. Für die Erreichung der Gleichstellung führt das Frauenunternehmen ZORA gGmbH Angebote der Mädchen- und Frauenförderung durch. Wir orientieren uns dabei an Grundsätzen frauenspezifischer Arbeit, die ihren Focus legt auf die Autonomie des Individuums, eine ganzheitliche Betrachtungsweise, Konzepte der "Hilfe zur Selbsthilfe" sowie auf eine individuelle und gleichzeitig gesellschaftliche Verbesserung der Lebenssituation. Ein wesentlicher Bestandteil aller Angebote ist die Förderung des Respekts für andere Menschen, denn der Respekt für sich selbst und für andere - in aller Unterschiedlichkeit - ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein konstruktives Mit-einander und ein funktionierendes Gemeinwesen. |
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Leitlinien zur interkulturellen Öffnung im Frauenunternehmen ZORA gGmbH |
| · | Eine interkulturelle Orientierung muss sich als Querschnittsaufgabe durch das ganze Unternehmen ziehen. Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen benötigt gegenseitige Anerkennung ebenso wie die Auseinandersetzung mit der eigenen und der fremden Kultur. Dies erfolgt nicht automatisch, sondern muss als bewusster Prozess immer wieder initiiert werden (z.B. interkulturelle Feste und Begegnungen, das bessere Kennen lernen der verschiedenen Kulturen in den Arbeitsbereichen und Kursen u.ä.). Kulturelle Vielfalt soll im Alltag gelebt werden können. |
| · | Zum einen werden gezielte Angebote für Migrantinnen durchgeführt, bei denen die speziellen Bedürfnisse wie z.B. der Spracherwerb im Vordergrund stehen. Zum anderen braucht es die aktive Zusammenführung der Kulturen, um einer Zersplitterung von Kleingruppen entgegenzuwirken (u.a. durch interkulturelles Kompetenztraining in den Bildungsangeboten). |
| · | Das Frauenunternehmen ZORA gGmbH versteht sich als Trägerin für Maßnahmen für alle sozial- und bildungsbenachteiligten Frauen, unabhängig ihrer Herkunft, ihres Alters, ihrer Religion oder ihrer Vorerfahrungen. Es soll allen ermöglicht werden, am gesellschaftlichen wie sozialen Leben teilzuhaben. |
| · | Insgesamt gilt es, Chancengleichheit zu verbessern, Handlungsfähigkeit zu stärken, Partizipation zu ermöglichen und Selbsthilfepotenziale zu fördern und auszubauen. |
| · | Im Vordergrund steht hierbei (durch Sprachtraining in Unterrichtsform, aber auch direkt am Arbeitsplatz) der Spracherwerb bzw. die Verbesserung der deutschen Sprache. Dies dient dazu, sich im Alltag (z.B. bei Ämtern) besser verständigen zu können, aber auch die Chance, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Arbeitsplatz zu finden, zu erhöhen. |
| · | Wichtig und notwendig ist es auch, bei den Kostenträgern die Sensibilität für die spezielle Zielgruppe der bildungs- und sozialbenachteiligten Migrantinnen zu erhalten, damit differenzierte Angebote gemacht werden können, die auf die jeweilige Lebenslagen zugeschnitten sind (z.B. Leistungstyp 3M des JobCenters Stuttgart). |
| · | Interkulturelle Kompetenz muss als Schlüsselkompetenz für die Fachfrauen der ZORA gGmbH angesehen werden. Durch regelmäßig stattfindende Fortbildungen, aber auch durch interne Qualitätszirkel, kollegiale Beratung, die aktive Teilnahme an Arbeitskreisen wie auch die Bildung von Netzwerken wird Wissen ständig erweitert, Verhalten reflektiert und Weiterentwicklung vorangetrieben, um bei interkulturellen wie auch migrationspezifischen Themenfeldern verstehen und kompetent handeln zu können. |